Bischofswerda – eine kleine Stadt im Osten Sachsens hat interkulturell jede Menge zu bieten. Der Mosaika e.V. ist ein bedeutender Akteur auf dem Gebiet der interkulturellen Vereinsarbeit, nicht nur in Bischofswerda, sondern im ganzen Landkreis Bautzen. Das Team des Mosaika e.V. besteht zum Großteil aus Migranten, welche sich für ihre neue Heimat einsetzen. Hauptziel der Vereinsarbeit ist von Anfang an die Förderung der Verständigung zwischen den Bewohnern der Stadt Bischofswerda, vor allem des Stadtteils Süd, und Aussiedlern bzw. Migranten aus anderen Ländern. 

Unsere Arbeit findet Anklang in der Bevölkerung. Seit 5 Jahren koordinieren wir die Interkulturelle Woche (IKW) im Raum Bischofswerda. Allerdings kann man in einer Stadt mit 10 000 Bewohnern kaum erwarten, dass mehr als 2-3 Veranstaltungen innerhalb von zwei Wochen großen Zulauf an Publikum bekommen. Darum haben wir vor das interkulturelle Programm 2020 bis Ende des Jahres auszudehnen. Alle Veranstaltungen führen Migranten und Einheimische generationsübergreifend zusammen, und fördern außerdem Toleranz und interkulturelle Kompetenz in der Gesellschaft. Dies wird erreicht indem die beiden Gruppen nicht füreinander, oder voreinander, sondern miteinander etwas tun.

Wir betrachten ein Land bzw. eine Kultur als eine Familie. Wenn zwei Fremde zu einer Familie werden, gehört ein Prozess des Kennenlernens von beiden Seiten dazu. So ist es auch mit Mitgliedern mehrerer Völker bzw. Kulturen, die ab einer bestimmten Zeit in einem Land zusammenleben. Durch gemeinsame Freizeitaktivitäten und Erlebnisse in einer entspannten Atmosphäre gelingt das Kennenlernen spielend einfach.

Mit diesem Projekt möchten wir in den Menschen gegenseitiges Interesse füreinander wecken. Ihnen die Gelegenheit geben ihre persönliche Geschichte zu erzählen und dadurch ein Stück näher zueinander zu werden. Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen willkommen. Gerade für Heranwachsende ist diese Art von Gemeinschaft wertvoll, weil sie Offenheit für neue Erfahrungen schafft und zum besseren Verständnis zwischen den Generationen beiträgt. Außerdem begeistern wir somit die nächste Generation für die Vereinsarbeit, denn Jugendliche und Teenager beteiligen sich z.B. als Techniker oder Dolmetscher während der Veranstaltungen. Eine weitere positive Auswirkung des Projektes ist, dass durch die vielseitigen interkulturellen Angebote neue potenzielle Vereinsmitglieder angezogen werden.
Einige Veranstaltungen sind kostenfrei. Für andere z.B. Konzerte, oder Lesung erheben wir einen Eintritt. Für zwei Veranstaltungen wird Saalmiete benötigt. Die Räumlichkeiten des „Mosaika“ e.V. stehen kostenlos zur Verfügung.

In den Zeiten der Pandemie ist es gut möglich, dass die Präsenzveranstaltungen nicht stattfinden können. Dies stellt für uns jedoch kein Problem dar, weil die meisten Events auch im digitalen Format durchgeführt werden können. Die Älteren bekommen Unterstützung der Jugend im Umgang mit digitalen Geräten und Programmen. In dem Fall würden zwar die Ausgaben sinken, der Eigenanteil würde jedoch auch ausfallen. Auf die Durchführung unserer Veranstaltungen wollen wir in keinem Fall komplett verzichten, da die Menschen vor allem in den Zeiten des Lockdowns Gemeinschaft und Abwechslung benötigen. 

 

Geplante Veranstaltungen:

27.09.20 „Weltmusik auf Akkordeons“ mit Orchester „Akkamerata“ aus Dresden/ LD: Online-Konzert vom Quartett Artimovitsch
09.10.20 Volkstanzabend. Tänze aus verschiedenen Kulturen live in Begleitung von Musikgruppe „Consonare“ mit Publikum getanzt/ LD: Webinar “Volkstänze”
5.11.20 „Die Wandelbaren“ Buchlesung mit Eleonora Hummel. Ein unbekanntes Stück Wende-Geschichte über das Leben der Volksdeutschen in Kasachstan. (mit simultaner Übersetzung auf Russisch). LD: Lesung per Zoom
12.11.20 „Mein Lieblingslied“. Ein Erzählabend organisiert vom Frauenclub „Mosaika“. Teilnehmer präsentieren einander Musik und Lieder aus ihrer Heimat/LD Erzählabend per Zoom.